Meine Psychiaterin hat mir geschrieben. Dass ich "noch" keine Borderlinerin sei, aber immer wieder Phasen von starker emotionaler Instabilität zeige. Und das "noch" weil man selten eine Borderline-Persönlichkeitsstörung im Jugendalter diagnostiziern kann.
Super.
Ich soll mir Hilfe holen, Medikamente - und sie wird mit meiner Mama reden. Die wird sich dann wieder höchst schuldig fühlen und mir Geld nach England schicken.
Yay..
Manche fragen sich jetzt wieso ich in England bin. Manche fragen sich eh nach der Zeit NACH der 8. Klasse.
Haben dann aufjeden Fall extreeeem viel zusammen gemacht, sie ist irgendwie in unsere Clique integriert worden, die aus meinen Jungs, mir, meiner ehemaligen besten Freundin und meiner Schwester bestand/besteht. Ich dachte das wäre perfekt, da diese Dreier-Kombi nie wirklich funktionierte. Aber falsch gedacht.. wenig später hatte meine Schwester zwei beste Freundinnen, es gab Streit weil ich angeblich gelästert hätte..und alles wegen meiner Schwester, die das perfekt eingefädelt hat.
Zwischendurch hatte ich immer wieder komische Phasen und aufeinmal bekam ich Magenschmerzen, Heulanfälle mitten in der Nacht, die sich als Panikattacken herausstellten und Schlafstörungen. Vom Weinen nachts sind meine Kiefermuskeln so angeschwollen und haben wehgetan, dass die Ärzte gedacht haben, ich hätte Lymphdrüsenkrebs/probleme. Aber man konnte außer ein bisschen Anämie in meinem Blut nichts finden.. hat mich letztendlich zum Psychiater schicken wollen. Mama wollte das nicht wirklich. Ich wollte. Mir ging es wirklich nicht gut.
Da Mama es aber nie schaffte, einen Psychiater anzurufen geschweige denn mig mir zu einem zu gehen, musste ich Samstagsmorgens um halb 9 bei einer Ärztin anrufen, da die nur in dieser Zeit Telefonsprechstunde hatte. Habe dann eine Woche später gleich einen Termin bekommen und war von dort an in Therapie bei ihr.
Am Anfang nur, weil ich mich nicht unter Kontrolle hatte mit dem Schneiden, Weinen und weil ich ziemliche Angst hatte, nachts wieder diese Anfälle zu bekommen oder dass irgendwer aus meiner Familie stirbt.
Mir wurde dann geraten, mich von meiner Familie abzuschotten und vielleicht in eine Klinik zu gehn, aber da das zu auffällig gewesen wäre für die Leute in meinem Umfeld und zeitlich wegen meinem Realschulabschluss eh nicht gepasst hätte, hab ich mich für ein Auslandsjahr entschieden. Eigentlich wollte ich nach Amerika. Aber ich hab Flugangst und so bin ich hier gelandet..
Hätte eher erwartet, dass meien Familie merkt wie sehr ich fehle und was ich nicht alles für sie gemacht hab ohne dass sie es je wertgeschätzt haben. Aber jetzt sind sie 'ne kleine Familie ohne mich. Ich war der Streitfaktor. ICH.
langer Post, sorry. /:
<3
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