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Sonntag, 2. Dezember 2012

2/12/12

Hallo Leute. Ich habe zum ersten Mal seit einer Woche meinen PC wieder an und ich wollte die Zeit nutzen um erst einmal meine News zu posten, anstatt mich meinem Mathebuch zuzuwenden.

Am Dienstag hatte ich zuerst einen Termin bei Hanna, meiner Ärztin. Sie war total nett und lieb zu mir, fing sogar etwas früher an und ich verstand erst einmal nicht, wieso. Etwas verwundert verließ ich nach 60 Minuten ihre Praxis. Mittwochs habe ich dann mein Erstgespräch in der Klinik für Essstörungen, die aber auch eine ambulante Therapie anbieten. Mir wurde dort dann gesagt, ich hätte Hormonstörungen aufgrund meines Körperfettanteils, welcher unter 18 % liegt, ich würde eine sehr niedrige Dosis bekommen was meine Medikamente angeht. Ich war total genervt. Trotzdem auch positiv überrascht von der neuen Therapeutin, die sich anscheinend echt auskennt. Ich habe kurz nach dem Gespräch dann Hanna eine E-Mail geschrieben, ob ich denn auch 20mg nehmen darf. Daraufhin hat sie mir die Therapie per Mail gekündigt und den nächsten Termin "offengelassen" je nach dem ob ich Medikamente brauch oder nicht. Ich bekam gesagt, dass sich bei mir nichts ändern würde und meine Symptome sich so oft ändern wie meine Nagellackfarben. Ich würde nicht gesund werden wollen.

Naja, ich hab das mal so hingenommen. Ist mir egal. Alles ist mir egal. Ich wiege 55,x kg. Es schwankt. Ich werde weniger und es fühlt sich gut an. Mir passt alles. Und wenn nicht, dann nur weil es 26/34 in Hosengröße so selten gibt. Ich möchte mein Gewicht bald halten und mich wirklich auf die neue Therapie einlassen. Ich bin guter Dinge. Was wahrscheinlich auch an meinem Freund liegt.. von dem ich euch noch nichts erzählt hatte. Ich bin seit ein paar Wochen in einer halb-offenen (nicht definierten) Beziehung mit einem Leistungssportler. Einem Kerl, der sportlich ist, viel isst, total hohe Ansprüche hat und sicherlich einen IQ von 150. Er weiß mittlerweile, dass ich ein Problem mit Essen habe und möchte, dass ich auf 57 kg zunehme und es dabei belasse. Er weiß, dass ich mich geschnitten habe (...) - weil er die Narben gesehen hat. Aber mehr möchte ich noch nicht erzählen. Ich bin nämlich mal abgesehen von dem Rest der grauen, tristen Welt, meinem immer unterkühlten Körper und meinem Binge-Magen echt glücklich mit ihm. Und das soll so bleiben.

Ich freue mich auf Weihnachten und zum ersten Mal fühlt es sich gut an, klein und schwach zu sein in einer Welt in der jeder größer und stärker ist als du. Es ist okay so. Jemand passt auf mich auf.


Wie geht es euch da draußen? Habt ihr Interesse daran, dass ich mal Texte aus meinem Info-Material der Therapie für ES abtippe? Ist nämlich total einfach aber gut beschrieben dort.


3 Kommentare:

  1. Alles Gute für die Klinik/Therapie :)
    Die Texte würden mich interessieren, ja.

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  2. Kein Problem.
    Nein, ich wollte dir nicht irgendwie ins Gewissen reden, dass du deine Gedanken notierst etc. Das ist gut so - und dafür ist ein Blog da. Ich meinte damit, was DU eigentlich möchtest. Ob es ein Ziel gibt, weil du einerseits ja sagst, dir tut das nicht gut, andererseits aber ja doch nicht vollkommen durchdringt, dass du es loswerden willst... Also nicht, was du UNS sagen willst, das spielt ja keine Rolle.
    Aber ich denke es ist ähnlich wie bei mir, ich hab immer zu meiner Psychologin gesagt, dass ich erst gesund sein kann, wenn ich xx kg erreicht habe. Und ich bin immernoch überzeugt, dass es so FÜR MICH ist.
    Das mit deinen Eltern tut mir leid, es ist sowieso schwer jemanden den Leidensdruck zu erklären, wenn es dann solch enge Bezugspersonen nicht verstehen, ist es einfach nur scheiße. Hab ich vielleicht nicht berücksichtigt, wenn man selbst in einer anderen Lage steckt... aber gerade deshalb weiß ich, dass es DOCH geht.
    Aber du hast ja eine neue Person in deinem Leben und das tut meist am besten! Alles Liebe!

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  3. Irgendwie freue ich mich für dich.
    Sag mal, wie groß bist du denn? Tut mir leid, wenn ich das schon einmal gefragt habe :o

    Alles Liebe,
    Laura

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