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Freitag, 18. Januar 2013

18/01/13

Im nächsten Post werde ich die Tags beantworten. Danke Danke Danke!

Mir geht es immer schlechter. Wenn ich morgens aufstehe, fresse ich. Wenn ich eine Freistunde hab fresse ich, wenn ich Mittagspause hab fresse ich, zu Hause am Nachmittag fresse ich, beim Abendessen fresse ich, Nachts fresse ich. Und alles wird durch die Schüssel gejagt. Ich habe anhaltendes Kopfweh, meine Lehrer sehen es mir an, meine Freunde. Jeder fragt mich, ob denn alles okay sei. Die einzige, die es nicht juckt ist meine Psychiaterin. Zu eurer Info: Sie behandelt mich nurnoch psychiatrisch, d.h Therapie habe ich bei einer Therapeutin die auf Essstörungen spezialisiert ist. Ich komme also nach 4 Wochen in die Praxis. Habe 3 Kilo abgenommen und Sachen an, die meine Beine betonen. Im Laufe des Gesprächs äußert sie sich ein paar Male ziemlich abwertend. "Eine Elektrolytverschiebung wie du sie gehabt haben solltest kommt nur bei sehr schlimmen Fällen der Bulimie vor. Bei einem kerngesunden Menschen wie dir ist das ausgeschlossen zumal du nicht einmal Diabetes hast. (...)"
Kurze Zeit später sah sie auf meine Beine und sagte "Ich sehe du hälst dein Gewicht erfolgreich. Alles ist gut."

Ich will nun wirklich nicht, dass mich noch mehr Leute darauf ansprechen, dass ich "dürr" (ironische Formulierung) geworden sei. Aber von der eigenen Psychiaterin, die einen seit 4 Jahren kennt und mich mit 72 und mit 54 kg getroffen hat erwarte ich dann doch etwas mehr Respekt und Verständnis. Ich bin halt nicht die Dünnste. Ich bin vielleicht auch nicht die schlimmste Bulimikerin aber ab WANN ist eine Bulimie denn bitte schlimm?! Bulimie ist IMMER schlimm und einschneidend.

Den ganzen weiteren Tag hatte ich mir dann Gedanken gemacht. Und wurde aggressiv.
Nur weil ich nicht als magersüchtig diagnostiziert wurde sondern "nur" als bulimisch heißt das nicht, dass es mir besser geht. Ich hab das satt. Diese ständigen Vorurteile. ICH BIN ZU FETT FÜR EINE ESSSTÖRUNG. Von wegen. Essstörungen fangen im Kopf an. Wenn ein Mensch Anorexie im Kopf hat und nicht untergewichtig ist, ist das dann gleichzeitig weniger schlimm? Ich bin manchmal echt fassungslos. Das ist echt zum Kotzen.

In diesem Sinne,

bis bald..


8 Kommentare:

  1. oh mein gott, du hast mir gerade so aus der seele gesprochen. das glaub ich fast schon gar nicht.

    also von dem verhalten deiner psychiaterin bin ich grad auch mal dezent entsetzt. gehts denn noch? also mitgefühl ist irgendwie nicht grad ihre stärke , oder OO

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  2. Shit, was soll das denn bitte von deiner Thera? Also das ist mit das SCHLIMMSTE, was man einer Essgestörten sagen kann. Und ja, Bulimie ist immer schlimm. Egal, wie oft es vorkommt.

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  3. Du hast absolut Recht und die Ische hat doch wohl ne'n Schuss... 1.) hat man auf dem Foto von letztens gesehen, dass du (ich weiß du willst es nicht wirklich hören) DÜRR bist (zu?) und 2.) gibt es keine Skala auf der man ablesen kann wie schwer der Leidensdruck ist. Und wenn ich höre wie sehr du leidest, und auch wie ausgeprägt es ist, dann ist deine Psychaterin einfach nur UNFÄHIG. Das liest man NICHT am Äußeren ab. In der Essgruppe, wo ich war, sind Menschen gewesen, die haben vor Depresstivität kaum was gesagt...sie haben geweint, weil der Leidensdruck so hoch war und NIEMANDEN dort, ehrlich NIEMANDEN hätte ich äußerlich eine Esstörung zugeordnet. Selbst derjenigen, die nur alle 2 Tage ein Babybrei gegessen hat! Lass dich nicht von der Therapeutin noch trauriger/agressiver machen! Als meine Therapeutin mal meinte, dass ich nicht abnehme, wenn ich nur "ESSE, ESSE, ESSE!!" wurde mir bewusst, dass sie selbst nicht ganz wage im Kopf ist und habs abgebrochen! Als ich gar nicht bzw. wenig erbrochen habe, ging es mir teilweise vieel schlechter als jetzt... Finde es trotzdem gut, dass du es erkennst, dass sie merkwürdig ist!
    Ich drück dir echt die Daumen, dass du bald sagen kannst, dass es dir besser geht...!!

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  4. Gott, oh ja, so was ist SO ätzend! -.-' Leider gibt es Menschen, die glauben, man wäre eben nur magersüchtig/bulimisch/etc., wenn man dies oder das Kriterium erfüllt. Man traut sich dann oft noch nicht mal, was zu sagen (oder reagiert wütend oder verbittert), wenn man daneben steht und selbst essgestört ist.
    Das, was deine Psychiaterin gesagt hat, ist nicht korrekt. GERADE wegen ihres Berufes sollte sie wissen, dass man der essgestörten Patientin nicht auf die Beine schaut und so einen Spruch ablässt. Nimmt sie denn deine Problem ansonsten ernst, wenn sie dich trotzdem als "kerngesund" bezeichnet hat? Wäre es vielleicht besser, die Behandlung bei ihr abzubrechen?
    Julie, ruh dich aus oder mach mal wieder was, was dir gut tut - sofern du dazu bereit bist. Das wird dich sicherlich ein bisschen vom Ess-Kotz-Druck ablenken!
    <3

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  5. Deibe Psyichaterin ist scheiße. Du solltest dir eine andere Suchen.
    Bulimie ist immer schlimm. Hast du den Post von mir gelesen irgendwann mal? Also darum ging es, dass alle Magersucht als "gut" und Bulimie als "schlecht" darstellen.
    Lass dich nichts so hängen, du kannst daraus ausbrechen!
    Wünsche dir viel Kraft <3

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  6. OMG was für ne Schlampe deine Psychiaterin ist.Lass dich von der nicht runterziehen,okay ?? :(

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  7. Oh Liebes du hast so Recht! Diese Psychiaterin ist ja mal echt total bekloppt. Ich versteh nicht warum solche Menschen so einen Beruf machen....
    Und ich stimme dir echt zu, solche Krankheiten entstehen im Kopf und Bulimie ist immer schlimm und man sollte was dagegen machen. Egal ob man nur einmal die Woche kotzt oder 8 mal am Tag...

    Och Mensch... Ich hoffe du kommst da bald raus... Du hättest es wirklich verdient gesund zu werden!

    Ganz viel Kraft Süße! ♥

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  8. Total gut, was du geschrieben hast. Mir geht es aehnlich, momentan sieht man mir die Essstoerung ueberhaupt nicht an, aber sie ist da. Ich denke immer und staendig nur ans Essen und das macht mich ganz krank. Nur weil ich keine 40 Kilo wiege, heißt das nicht, dass ich nicht krank bin. In diesem Sinne danke; zu sehen dass es noch mehr von meiner Sorte gibt. (:

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